{"id":80041,"date":"2024-06-21T08:43:52","date_gmt":"2024-06-21T06:43:52","guid":{"rendered":"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/?p=80041"},"modified":"2024-06-21T08:44:10","modified_gmt":"2024-06-21T06:44:10","slug":"waere-es-moeglich-einen-tuechtigen-physiker-herbeizuziehen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/en\/unireport\/waere-es-moeglich-einen-tuechtigen-physiker-herbeizuziehen\/","title":{"rendered":"\u00bbW\u00e4re es m\u00f6glich, einen t\u00fcchtigen Physiker herbeizuziehen \u2026\u00ab"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>200 Jahre Physikalischer Verein: Keimzelle der Naturwissenschaften in Frankfurt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignleft size-large is-resized\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"500\" height=\"346\" src=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/S7_Waere_es_moeglich_650x450px-500x346.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-80042\" style=\"width:455px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/S7_Waere_es_moeglich_650x450px-500x346.jpg 500w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/S7_Waere_es_moeglich_650x450px-300x208.jpg 300w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/S7_Waere_es_moeglich_650x450px-18x12.jpg 18w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/S7_Waere_es_moeglich_650x450px.jpg 650w\" sizes=\"(max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Auf seiner Reise in die Frankfurter Heimat beklagte Goethe 1815\/16 das Fehlen einer naturwissenschaftlichen Bildungseinrichtung. Ein Jahrzehnt sp\u00e4ter, am 24. Oktober 1824, sollte der Physikalische Verein gegr\u00fcndet werden. Treibende Kraft war Christian Ernst Neef, Arzt am B\u00fcrgerhospital, der allerdings nicht, wie der Dichterf\u00fcrst, den edlen Zeitvertreib im Sinn hatte. Vielmehr wies er darauf hin, dass Naturwissenschaft und Technik L\u00e4ndern wie England und Frankreich zu Reichtum und Macht verholfen hatten. Dies konnte das Handelszentrum Frankfurt nicht ignorieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Zur ersten Sitzung im Hinterhaus des Hotels Reichskrone in der Sch\u00e4fergasse erschienen zehn Herren. Unter ihnen \u00c4rzte, Lehrer, ein Apotheker, ein Notar sowie der \u201eB\u00fcrger und Handelsmann\u201c Johann Valentin Albert. Letzterer stellte dem Verein seine Sammlung physikalischer und technischer Apparate zur Verf\u00fcgung. Zum Zweck des Vereins hie\u00df es in der Satzung: \u201e[\u2026] sich gegenseitig zu belehren, um Kenntnisse in der Physik und Chemie allgemeiner zu verbreiten, und diese Wissenschaften selbst so viel als m\u00f6glich zu f\u00f6rdern und zu bereichern [\u2026]\u201c.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Gutachter f\u00fcr die Stadt: Brandursachen und gepanschtes Bier<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Gr\u00fcndung fiel in eine Zeit wachsender Begeisterung f\u00fcr popul\u00e4rwissenschaftliche Vortr\u00e4ge und Zeitschriften sowie private Sammlungen (Naturkabinetts). Alberts Sammlung enthielt Rechenscheiben, hydraulische Maschinen, eine Coulomb\u2019sche Drehwaage, Photometer, Polarisations-Apparate, Elektrisiermaschinen, Quadranten, ein Spiegelteleskop nach dem Astronomen Wilhelm Herschel, ein Planetenmodell, aber auch Kuriosit\u00e4ten wir ein chinesisches Schattenspiel. Mitglieder des Physikalisches Vereins durften die Instrumente gegen einen Jahresbeitrag von sechs Gulden nutzen. F\u00fcr chemische Arbeiten standen ein Herd, ein Ofen sowie chemische Ger\u00e4tschaften zur Verf\u00fcgung. Reagenzien mussten die Nutzer selbst bezahlen. Zu den Vortr\u00e4gen durften die Mitglieder ihre Ehefrauen und Kinder ab 15 Jahren mitbringen.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcber die naturwissenschaftliche Forschung und Bildung hinaus \u00fcbernahm der Physikalische Verein technische Gutachten f\u00fcr die Stadt. Die Jahresberichte dokumentieren zahlreiche, teils abstruse Anfragen, etwa zur Selbstentz\u00fcndlichkeit von Hammelf\u00fc\u00dfen, die als Brandursache verd\u00e4chtigt wurden. Auch zu Streitigkeiten in der Nachbarschaft wegen Bel\u00e4stigung durch einen Seifensieder oder eine Malzschrotmaschine sollten die Herren sich \u00e4u\u00dfern. Sie pr\u00fcften die Feuergef\u00e4hrlichkeit von Fabriken, die Funktion von Dampfmaschinen sowie ein neues Verfahren zur Abtrittreinigung.<\/p>\n\n\n\n<p>Zu den angenehmen Aufgaben d\u00fcrfte geh\u00f6rt haben, die Reinheit des Biers zu pr\u00fcfen. Der Verein setzte daf\u00fcr eine f\u00fcnfk\u00f6pfige Kommission ein.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Ordnung im Wirrwarr der Turmuhren<\/h2>\n\n\n\n<p>1837 boten die Mitglieder des Physikalischen Vereins der Stadt an, die Synchronisation der Frankfurter Turmuhren zu \u00fcbernehmen. 1838 wurde auf dem Turm der Paulskirche eine Messstation eingerichtet. Sie verf\u00fcgte \u00fcber ein Chronometer (eine besonders pr\u00e4zise Uhr), ein Winkelmessger\u00e4t (Theodolit) und eine Signalglocke. Das Uhrenkomitee des Physikalischen Vereins bestimmte hier den h\u00f6chsten Stand der Sonne zur Mittagszeit. Genau 22 Sekunden vor 12 begann die Signalglocke zu schlagen. Alle zwei Sekunden einen Schlag, sodass ihr letzter Schlag um 12 Uhr ert\u00f6nte. Dies war das Zeichen f\u00fcr die Glocken von Dom und Katharinenkirche den Mittag zu l\u00e4uten. Und f\u00fcr die wohlhabenden Frankfurter B\u00fcrger, ihre Uhren zu synchronisieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Von Anfang an ver\u00f6ffentlichte die Meteorologische Abteilung des Vereins Wetterdaten in der \u201eOberpostamtszeitung\u201c und der \u201eZeitung der Freien Stadt Frankfurt\u201c. Bald wurden die Messungen auch von Laien unterst\u00fctzt. Der Landgraf zu Hessen-Homburg erlaubte dem Verein, auf dem Gro\u00dfen Feldberg im Taunus eine H\u00fctte zu errichten. Diese sollte anl\u00e4sslich eines europ\u00e4ischen Aktionstags f\u00fcr die 24-st\u00fcndige Erfassung von Wetterdaten am 15. Januar 1827 in Betrieb genommen werden. Die Forscher brachen zu einer heroischen Expedition im Schneesturm auf und gaben erst auf, als ein furchtbarer Windsto\u00df einen Teil des Daches abriss.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Publikumsmagnete: Technik-Ausstellungen und Flugschauen<\/h2>\n\n\n\n<p>Ab 1869 stellte der Physikalische Verein in der Stadt Wetterh\u00e4uschen auf, sodass interessierte B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger dort Temperatur, Luftdruck und Luftfeuchtigkeit selbst ablesen konnten. 1907 schaffte er sogar einen Ballon f\u00fcr Wetterbeobachtungen an. Als 1909 mit Unterst\u00fctzung des Physikalischen Vereins die Internationale Luftschiffahrt-Ausstellung ILA in Frankfurt stattfand, richtete der Verein erstmals einen Flugwetterdienst ein. Die Flugschau auf dem neuen Messegel\u00e4nde war ein gro\u00dfer Erfolg und zog mehr Besucher an als in sp\u00e4teren Jahren die Internationale Automobilausstellung. Graf Zeppelin kam mit seinem Luftschiff nach Frankfurt und die tollk\u00fchnen Pioniere der europ\u00e4ischen Luftfahrt flogen mit ihren Kisten um die Wette.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Erfolg der ILA basierte nicht zuletzt auf der 1891 vorangegangenen Internationalen Elektrotechnischen Ausstellung in Frankfurt. Im Organisationsausschuss waren zahlreiche Mitglieder des Physikalischen Vereins, die meist auch der Elektrotechnischen Gesellschaft angeh\u00f6rten. Einer von ihnen war Leopold Sonnemann, der Gr\u00fcnder der Frankfurter Zeitung. Angeregt durch die Weltausstellung 1889 in Paris (f\u00fcr die der Eiffelturm gebaut wurde), schlug der Verleger die Frankfurter Technikschau aus einem praktischen Grund vor: Der Magistrat der Stadt befasste sich seit drei Jahren erfolglos mit der Frage, ob f\u00fcr die beginnende Elektrifizierung der Stadt, vor allem der Stra\u00dfenbeleuchtung und Stra\u00dfenbahnen, Wechsel- oder Gleichstrom eingesetzt werden solle.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Schie\u00dfbaumwolle, Z\u00fcndh\u00f6lzer und ein missgl\u00fccktes Telefon<\/h2>\n\n\n\n<p>1835 stellte der Physikalische Verein den Chemiker Rudolf Christian B\u00f6ttger ein. Dieser betrieb eigene Forschung und bot Vorlesungen an. W\u00e4hrend seiner 50-j\u00e4hrigen Dienstzeit machte er mehrere Erfindungen, darunter die Schie\u00dfbaumwolle, Z\u00fcndh\u00f6lzer und ein metallurgisches Verfahren. Ebenfalls in diese Zeit fiel die Vorstellung des Telephons von Johann Philipp Reis, das die Vereinsmitglieder jedoch nicht \u00fcberzeugte.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein weiterer Meilenstein war 1887 die Errichtung eines gr\u00f6\u00dferen, modernen Geb\u00e4udes in der Stiftstra\u00dfe 32, das aus Spenden Frankfurter B\u00fcrger finanziert wurde. Der H\u00f6rsaal fasste 200 Zuh\u00f6rer und das Geb\u00e4ude beherbergte in den n\u00e4chsten Jahren immer mehr Fachabteilungen. Ab 1889 bildete die elektrotechnische Lehranstalt auch junge Menschen aus.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Physiker r\u00f6ntgen im B\u00fcrgerhospital<\/h2>\n\n\n\n<p>\u00dcberraschend schnell reagierten die Mitglieder des Physikalischen Verein auf aktuelle wissenschaftliche Entdeckungen wie die der R\u00f6ntgenstrahlen im November 1895. Als der Arzt Dr. Walter K\u00f6nig, der Leiter der physikalischen Abteilung, Anfang Januar 1896 R\u00f6ntgens Sonderdruck erhielt, bat er den Autor umgehend, das Verfahren vor Ort in Augenschein nehmen zu d\u00fcrfen. Bereits am 29. Januar machte K\u00f6nig die erste eigene Aufnahme eines verletzen Jungen, die einen gebrochenen Mittelhandknochen zeigte. Am 9. Februar fand die erste Vorlesung f\u00fcr geladenes Publikum statt und drei Tage sp\u00e4ter die Vorf\u00fchrungen f\u00fcr Sch\u00fcler.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Physikalische Verein er\u00f6ffnete ein R\u00f6ntgenlabor, in dem die Patienten des benachbarten B\u00fcrgerhospitals und der Frankfurter \u00c4rzte ger\u00f6ntgt wurden. Aufgrund der starken Nachfrage stellte die Dr. Senckenbergische Stiftung im September 1896 einen weiteren Raum zur Verf\u00fcgung. 1906 trennten sich die Wege der beiden Institutionen, als diese jeweils neue R\u00e4umlichkeiten bezogen. Der Nachfolger Walter K\u00f6nigs, Carl D\u00e9guisne, konzentrierte seine Forschung fortan auf die Physik der R\u00f6ntgenstrahlen.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Von der Universit\u00e4tsgr\u00fcndung bis heute<\/h2>\n\n\n\n<p>1914 brachte der Verein seine Institute (Physik, Chemie, Astronomie, Elektrotechnik, Meteorologie und Geophysik sowie Physikalische Chemie und Metallurgie) samt Laboren, H\u00f6rs\u00e4len, der Sternwarte und der meteorologischen Messstation auf dem Feldberg in die neu gegr\u00fcndete Universit\u00e4t ein. Richard Wachsmuth, der sich zusammen mit Oberb\u00fcrgermeister Franz Adickes und dem Industriellen Franz Merton f\u00fcr die Universit\u00e4tsgr\u00fcndung eingesetzt hatte, wurde ihr erster Rektor. Die Ausgangslage f\u00fcr die naturwissenschaftliche Fakult\u00e4t war trotz der Not nach dem Nachkrieg vergleichsweise g\u00fcnstig. Mitglieder des Physikalischen Vereins spendeten Geld f\u00fcr Apparaturen. 1922 machten Otto Stern und Walter Gerlach eines der ersten Experimente, das die Vorhersagen der Quantentheorie best\u00e4tigte (die Richtungsquantelung im Magnetfeld).<\/p>\n\n\n\n<p>Dem Physikalischen Verein bleibt bis heute sein popul\u00e4rwissenschaftliches Engagement. Zu denjenigen, die er zu einer naturwissenschaftlichen Laufbahn inspirierte, geh\u00f6rten in der Vergangenheit Karl Schwarzschild, der Vater der Schwarzen L\u00f6cher, und Otto Hahn, der 1944 den Chemie-Nobelpreis f\u00fcr die Entdeckung der Kernspaltung erhielt. Heute hat der Verein mehr als 2200 Mitglieder und konzentriert sich vor allem auf die Astronomie. Er verf\u00fcgt \u00fcber drei Sternwarten: eine auf dem Dach des Geb\u00e4udes, die jeden Freitagabend f\u00fcr Interessierte ge\u00f6ffnet ist; die Sternwarte auf dem Kleinen Feldberg und ein ferngesteuertes Teleskop in Spanien, an dem die Jugendlichen des AstroClub arbeiten.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDie Astronomie bietet die besten Voraussetzungen, um wissenschaftliches Verst\u00e4ndnis zu transportieren\u201c, findet Dr. Markus R\u00f6llig. Der Astrophysiker ist seit 2023 Wissenschaftlicher Direktor des Physikalischen Vereins und belebt die alte Tradition der Forschung wieder neu. Gleichzeitig hat er einen Lehrauftrag an der Goethe-Universit\u00e4t. Den Bildungsauftrag des Physikalischen Vereins sieht R\u00f6llig in Zeiten von ChatGPT und \u201efake news\u201c vor allem darin, Menschen zu helfen, Wissen kritisch einzuordnen und zu verkn\u00fcpfen. \u201eEs kommt darauf an, herauszufinden, welche Fragen man stellen muss\u201c, sagt er. \u201eGenau das ist der Kern von Wissenschaft.\u201c<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-left has-background\" style=\"background-color:#eeeeee\"><strong>Highlights im Jubil\u00e4umsjahr<\/strong><br><br><strong>Die Festschrift:<\/strong><br>Physikalischer Verein (Hrsg.)<br><strong>Stillt Wissensdurst: 200 Jahre Physikalischer Verein<\/strong><br>Frankfurt Academic Press 2024, 200 Seiten, 28 Euro.<br><br><strong>Festakt <\/strong>am 24. Oktober 2024 im Kaisersaal des R\u00f6mers.<br>Vortragsprogramm und Veranstaltungen unter:<br><a href=\"https:\/\/www.physikalischer-verein.de\/aktuelles\/jubilaeum-200-jahre.html\">https:\/\/www.physikalischer-verein.de\/aktuelles\/jubilaeum-200-jahre.html<\/a><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\"><em>Anne Hardy<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>200 Jahre Physikalischer Verein: Keimzelle der Naturwissenschaften in Frankfurt Auf seiner Reise in die Frankfurter Heimat beklagte Goethe 1815\/16 das Fehlen einer naturwissenschaftlichen Bildungseinrichtung. Ein Jahrzehnt sp\u00e4ter, am 24. 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